Schaf- und Ziegenzuchtverband Kärnten

Die bundesweite Zentralkörung/Versteigerung ging am 14. Oktober in der Zollfeldhalle über die Bühne. Die erstklassige Qualität der Zuchttiere spiegelte sich im hohen Preisniveau wider!

Besonders erfreulich war der Besuch von Züchtern und Kaufinteressenten aus Bayern und Südtirol, die sich einen Überblick über den Zuchtfortschritt in Österreich verschafften. Ebenfalls anwesend war die Gutsverwaltung des Optikers Günther Fielmann, der in Schleswig Holstein eine große Zuchtherde an Kärntner Brillenschafen hält. Von den angemeldeten 119 Zuchtwiddern wurden 104 Tiere der Körkommission vorgestellt. Die Selektion wurde aufgrund der großen Population und dem damit verbundenen ausgezeichneten Zuchtmaterial entsprechend streng angesetzt.

In die Klasse I wurden von der Kommission 30 Zuchtwidder gereiht. Damit ist die heurige bundesweite Zentralkörung, die bereits zum insgesamt 28. Mal stattfand, qualitativ als hoch zu werten. Für die Zuchtleitung war besonders erfreulich, dass es Widder aus fast allen Linien in die Eliteklasse schaffen konnten.

Siegertiere

Im Rahmen der Schaubesprechung wurden die Zuchttiere der Klasse I dem interessierten Fachpublikum präsentiert und die Siegertiere prämiert.

Den Körungssieg bei den weiblichen Kärntner Brillenschafen holte sich die Privatstiftung Schröder aus dem Salzburger Pinzgau. Bei den Zuchtwiddern wurden drei Widder ausgezeichnet. Den 2. Reservesieg erreichte Züchter Heinz Ziegelwanger aus NÖ, der 1. Reservesieger kam ebenfalls aus NÖ vom Zuchtbetrieb Franz Reiterlechner aus Scheibbs. Eindeutig als Körungssieger kristallisierte sich ein Zuchtwidder von Züchter Gerhard Gaggl aus Himmelberg heraus, der bereits seit vielen Jahren laufend erstklassige Tiere in der Zollfeldhalle präsentiert.

Von den 77 aufgetriebenen weiblichen Zuchtschafen erreichten 28 Tiere die Klasse I und 46 Tiere die Klasse II. Die Nachfrage nach weiblichen Spitzentieren war groß, was sich im Durchschnittspreis von 450 Euro netto widerspiegelte. Den Höchstpreis von 1.250 Euro netto erreichte das Siegertier der Privatstiftung Schröder aus dem Pinzgau, Käufer ist Günther Fielmann aus Norddeutschland. 

Versteigerung 

Bei der anschließenden Versteigerung der Zuchtwidder erzielte der 1. Reservesieger des Züchters Franz Reiterlechner aus NÖ den Höchstpreis von 1.950 Euro netto, das Zuchttier ging ebenfalls nach Norddeutschland. Der beachtliche Durchschnittspreis der verkauften Zuchtwidder der Klasse I betrug über 1.000 Euro netto. Die Preisgestaltung bei den Widdern der der Klasse II war ebenfalls ansprechend. Hier erzielte ein Widder vom Zuchtbetrieb Michael Lilg vom Weissensee den Höchstpreis von 1.450 Euro netto.

Insgesamt wechselten 50 Zuchtwidder zu einem Durchschnittserlös von 780 Euro netto je Tier den Besitzer. Damit lag der Durchschnittspreis um fast 200 Euro über dem des Vorjahres, was mit dem ausgezeichneten Zuchtmaterial und der damit verbundenen Qualitätsverbesserung der einzelnen Zuchtherden begründet werden kann.  

Verlosung 

Eine Verlosung von wertvollen Warenpreisen wie einer Schafschermaschine, Futtermittel- und Trachtengutscheinen rundeten den Kärntner Brillenschaftag ab. Der Schaf- und Ziegenzuchtverband Kärnten als Veranstalter dankt allen Züchtern für ihre Zuchtarbeit sowie für die engagierte Mitarbeit bei der österreichweiten Veranstaltung.